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Trainingsweekend DTV und TV Seuzach
Freitag, 25. bis Sonntag, 27. März 2011 in Bütschwil

Text: Daniel Hofmann

Gemeinsam beschlossen wir an einer Leitersitzung, das Trainingsweekend vor der Turnfestsaison abzuhalten. In Bütschwil, in der Agenda der Sporthallenverwaltung, war für uns ein Datum im Oktober vorgesehen. Elegant meisterte unser Oberturner, Edi Huber, diese erste Hürde in der Vorbereitung. Die Daten in unseren Mails waren alle richtig, doch die Agenda war beim Eintrag einfach im falschen Monat aufgeschlagen. Die Schwierigkeit lag also im Erkennen der Differenz. Es resultierte das Wochenende vom 25. bis 27. März 2011. Der Trainingsort Bütschwil, mitten im schönen Toggenburg, behagt uns, weil alle benötigten Anlagen kompakt beieinander liegen. Unterkunft, Restaurant, Sporthalle und Leichtathletikanlage.

Freitag, 6.00 Uhr war Besammlung im Turnerhaus Seuzach. Im Unterschied zum Fasnachtsskiweekend der Männer aber nicht mehr AM, sondern PM. Wir fuhren mit den Privatautos, jedes Auto vollgepackt mit Mensch und Gepäck. Tier wurde zu Hause gelassen. Da wir die örtlichen Begebenheiten in Bütschwil kennen, legten wir die dicken Taschen schnell auf die dünnen Matratzen der Betten in der Zivilschutzanlage - zwecks Reservierung der Schlafgelegenheit - und schon waren wir bereit für den Turnerapéro. Diesen hatten wieder Manuela Manz und Sarah Wyss organisiert und hergerichtet, wie auch zweimal Frühstück und der Zwipf. Ja, die turnenden Damen lernen am Trainingsweekend jeweils einige Ausdrücke aus dem Militärdienst der Männer. Zwipf = Zwischenverpflegung. TUK = Truppenunterkunft. PD/ID = Parkdienst/Innerer Dienst. Auf jeden Fall genossen alle eine kleine Mahlzeit, während Edi die Gelegenheit nutzte, einige Informationen loszuwerden. Das Warm-up fand in der Turnhalle statt, wo die Damen gleich die darauffolgenden Lektionen trainierten. Die Männer benutzten die Flutlichtanlage, die den Abend zum Tage machte. Das mitgebrachte technische Equipment wurde bereits für Stilstudien beim Hochsprung eingesetzt, beim Kugelstossen wurde ein spezielles Augenmerk auf die Beinarbeit gelegt. Um 22.45 Uhr wurde noch gegessen, was die Küche des Restaurants «Hallenbad» so hergab. Ein Biobier war erlaubt und dann war Kissengucken angesagt.

Der Chef persönlich übernahm den undankbaren Job der Weckrunzel, wobei er seine Qualitäten als DJ unter Beweis stellte und eine selbst zusammengeschnittene Compact disc in die Soundmaschine steckte. Der wunderbare Zopf von Richi Fritz erleichterte das Aufstehen enorm. Sarah kochte Kaffee und Manu half koordinatorisch Schwachen beim Brotstreichen. In dieser Art muss es gewesen sein. Den ganzen Samstag wurde fleissig und streng trainiert. Immer schön im Wechselmodus, Leichtathletik, Gymnastik und Geräteturnen. Die Leiter brachten Gelerntes aus den Kursen an Mann und Frau, und diese genossen frische und neue Lektionen. Wobei wir feststellten: Im Hochsprung gibt es nichts Neues. Laufen, Springen, Drehen, Floppen, aber vielleicht geht es immer noch eine Spur besser! Durch die abwechslungsreichen Lektionen wurde der lange Samstag eine gefühlte Stunde kürzer. Eine reale Stunde kürzer wurde er in der Nacht durch die Sommerzeitumstellung. Das Nachtessen bekamen wir am gewohnten Ort, serviert von Nancy, unterstützt durch ein neues Küchenteam unter einem neuen Label. Das Haus heisst neu «Engel». DJ AJ (Andy Dubs) liess in gewohnt gekonntem Stile eine CD um die andere abspielen. Zwischendurch wirkte Lynn Ehrensperger als Glücksfee beim traditionellen Lotto.

Am Sonntag hatte wieder Edi Huber den Helm am Bett. Diesmal musste er den Lautstärkenregler beim Radio etwas weiter nach rechts drehen, so wie es auch angeschrieben steht: Voll ume. Pünktlich erschienen alle am Sonntag zum Aufwärmen der schweren Extremitäten in der Turnhalle. Die Turngeräte standen noch bereit und drohten bereits mit ihrem stillen Dasein. Sie wurden eisern benutzt, niemand liess sich die Schmerzen ansehen. Gemeinsam haben wir an diesem Trainingsweekend viel erreicht.

Wir danken Edi Huber und dem ganzen Leiter- und Organisationsteam für die geleisteten Arbeiten. Wir freuen uns auf die Turnsaison 2011.