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Geräteriege: Training einmal anders!

Text und Bilder: Dario Casa

Ist sich doch jeder Geräteturner gewohnt, seine volle Konzentration und sein Ehrgeiz ins Training mitzubringen, waren sie umso mehr erstaunt, dass sie einen Zettel für das letzte Training im Jahr 2001 mit nach Hause bekamen, wo darauf stand, dass das Training nicht in der Halle, sondern im idyllischen vorweihnächtlichen Wald stattfinden wird. Was stand da wohl auf dem Programm? Warme Kleider, Handschuhe, Mütze, gutes Schuhwerk, Teller, Besteck und natürlich was nie im Wald bei Dunkelheit fehlen darf, die Taschenlampe.

So besammelten sich die Geräteriegler und ihre Leiter am 19. Dezember um 17.45 Uhr vor dem Schwimmbad, um den Marsch zur grossen Feuerstelle im Wald anzutreten. Mit grosser Vorfreude auf das Walderlebnis und mit funkelnden Taschenlampen liefen wir dem Ziel entgegen. Schon von weitem konnte man im Dunkeln den Schimmer des brennenden Feuers erkennen, wo Res Vögele in Vorarbeit bereits viel Holz für die zwei vorhandenen Feuerstellen deponierte und auch bereits schon am Kochen war.

Am Platz angekommen, stieg uns allen der herrliche Duft der Gulaschsuppe in die Nase. Einige Kinder tummelten sich rund um das Feuer und die anderen beobachteten gespannt das Brodeln der Gulaschsuppe in der schwarzen Pfanne, welche über dem Feuer hing. Endlich war es dann soweit, es konnte geschöpft werden. Ein Teller voll Suppe und ein grosses Stück Brot, und alle waren mehr als zufrieden mit dem Koch. Nicht schlecht staunten die Leiter, aber auch einige Jungs, als sogar eine alt und gut gediente Gamelle ihren Dienst wieder aufnehmen konnte. Dem Schmatzen nach musste man entnehmen, dass die Suppe aus der Gamelle klar besser schmeckte als aus den Kunststofftellern, und sie blieb erst noch viel länger heiss.

Danach kamen nochmals alle Taschenlampen voll in Einsatz. Man erforschte den Wald trotz eisiger Kälte und absoluter Dunkelheit. Es war interessanter als tagsüber, nur der Lärm war etwa gleich gross. Um 20.00 Uhr räumten wir alle gemeinsam die Feuerstellen auf, löschten das Feuer mit unseren natürlichen (männlichen) Löschmitteln. Nun konnten wir nach getaner Arbeit den Heimweg antreten. Die Eltern der Geräteturner standen schon beim Schwimmbad bereit und nahmen die leicht durchfrorenen Jungs entgegen. Ein schönes Erlebnis, dass allen so sehr gefiel, dass es vermutlich dieses Jahr wiederholt wird.