Turn- Spiel- und Stafettentag Deutweg

Die besten Athleten der Welt treffen sich alljährlich auf ausgezeichneten Anlagen, um ihr meisterliches Können zu zeigen. Aber genug vom Diamond League Meeting in Zürich, kommen wir zum Bericht über den TSST auf dem Deutweg. Am Morgen früh um 6:30 Uhr fuhren die Mannen vom Turnverein Seuzach per Velo nach Winterthur und kamen dadurch schon das erste Mal leicht ins Schwitzen. Der Oberturner und sein Vice hatten die schwierige Aufgabe, taktisch kluge Einteilungen für die einzelnen Disziplinen vorzunehmen, dass heisst zu entscheiden wer in der ersten Mannschaft oder in einer der hinteren Mannschaften starten darf. Dabei gilt es immer sowohl das Maximum an kollektiver Leistungsfähigkeit herauszuholen als auch mit einer gewissen Fairness alle zu berücksichtigen. Da wir sehr viele und grösstenteils polysportive Turner sind, konnten in den meisten Disziplinen bis zu 3 Teams aus Seuzach starten. Dabei gibt es die ungeschriebene Regel, dass wenn ein Seuzemer aus einem der hinteren Teams eine bessere Leistung darbietet als jemand aus dem vorderen Team, er ein hydrierend wirkendes Getränk von diesem spendiert bekommt. Der morgige Wettkampf war durchzogen. Vereinzelte starke Leistungen und sogar persönliche Bestleistungen wechselten sich ab mit eher mässigen Ergebnissen. Zu erwähnen sind die Leistungen unseres stärksten Pferdes im Stall, Pascal G., welcher sich zum neuen Herrscher über die 100 Meter krönte.   Nun noch ein paar Worte zum Kernstück des Wettkampfs, den vielbejubelten Stafetten am Nachmittag. Da der Turnverein Seuzach immer jünger wird, verfügt der Verein auch über immer mehr Turner im lauffähigen Zustand. Darum konnten wir drei mal in der 4 x 100m  Stafette starten und dazu neben der 4 x 400m Stafette auch noch zwei Olympische Stafetten anmelden. Mit der Gefahr zu untertreiben, kann gesagt werden, dass die Olympische Stafette der Mount Everest unter den Stafetten ist, viel bewundert, nur mit höchster Anstrengung und Selbstüberwindung erreichbar und von überirdischer Faszination. An den Olympischen Spielen wurde die Olympische Stafette tatsächlich seit dem Jahr 1908 in London nie mehr durchgeführt, aber gerade im Amateurbereich erfreut sie sich grosser Beliebtheit, da sowohl Kurz- als auch Mittelstreckenläufer dabei gemeinsam ihre Fähigkeiten zeigen können und dem Publikum viel Spannung geboten wird. Die Seuzacher hatten für die Stafetten extra die schnellen Schuhe von Zuhause mitgenommen und brachten das Publikum nur schon vom Zuschauen zum Schwitzen. Seuzi 1 erreichte dann auch den schon fast zur Gewohnheit gewordenen 4. Rang in der Olympischen Stafette. Schlussendlich reichte es über allen Disziplinen verteilt für eine beachtliche Anzahl von Auszeichnungen. Diese wurden wie jedes Jahr gekonnt in Fondue, Brot und Wein eingetauscht und anschliessen in den mitgebrachten Quaquelons verputzt. Wie alle Jahre blieben die Seuzemer Turner, welche die Bezeichnung Life-Health-Balance noch nie gehört haben und Gesundheitsschuhe nur vom Hörensagen kennen, noch in der Festwirtschaft bis der Organisator dem ein Ende bereitete. Der Deutweg war wie alle Jahre ein genialer Wettkampf mit viel Sport, Geselligkeit und einem starken Turnverein Seuzach. Hopp Seuzi!

Stefan Frey


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