Erstes Turnfest nach der Pandemiepause

Marco Steinemann gibt alles für die perfekte Flugphase.

Als sich am Freitagmorgen die Turner vor dem Turnerhaus trafen, war klar, dass zwei vergangenen turnfestfreien Jahre die Vorfreude für das Turnfest nur wachsen liessen. Nach der kurzen Velofahrt nach Wiesendangen ging es dann auch sogleich los mit dem Aufwärmen. Was wir bereits da korrekt vermuteten: Nach diesem ersten Aufwärmen werden wir nie mehr so richtig abkühlen können. Genau so kam es dann auch, die Temperaturen stiegen, währenddem wir unsere Leichtathletik-Disziplinen absolvierten. Auch die Gerätekombination im Zelt und die Gymnastik auf der Wiese, beides gemeinsam mit Turnerinnen aus dem DTV, waren volle Erfolge. Dies vor allem wenn man bedenkt, dass beide Choreografien hierbei zum ersten Mal an einem Turnfest aufgeführt wurden.

Nati Thommen gibt das Startsignal für die gemischte Gymnastik auf dem Kleinfeld.

Alles in allem waren viele Turner mit ihrer individuellen Leistung zufrieden, als Verein (in der 2. Stärkeklasse) kamen wir aber nicht an die angepeilten 25 Punkte heran. Das Wetter hingegen aber kam gut über die 25 Punkte in der Disziplin Temperatur: Es war tagsüber bis zu 30°-35° Celsius heiss. Den dadurch verlorenen Schweiss ersetzten wir Turner wie gewohnt mit gut gesalzenen Pommes und Schnitzelbroten, sowie mit viel Wasser aus den Brunnen, die extra für das Turnfest aufgestellt wurden. Weiter boten auch ein Wasserzerstäuber unter dem Eingangs-Torbogen, sowie ein improvisierter Pool aus Heuballen für Abkühlung. Eine Delegation Seuzemer gab sich mit diesem menschengemachten Pool nicht zufrieden und suchte in der nahen Wildnis Abkühlung.

Auch hier darf ein Getränk nicht fehlen: Abkühlung in Tümpel.

Nach dem Turnen haben wir, neben dem kühlen Nass, auch das Fest genossen. Dank den hohen Temperaturen war es kein Problem, bis tief in die Nacht draussen der Band zuzuhören und zwischendurch auch Musik zu geniessen. Für individuelle Abwechslung sorgten wie immer auch spannende Gespräche mit Turnern aus anderen Vereinen sowie kreative Einfälle mit Filzstift oder TV-Seuzi-Klebern.

Während dem Wochenende verliessen uns leider einige Turner, teils hatten sie mit der Hitze oder mit anderen Terminen zu kämpfen, was zur Folge hatte, dass am Sonntagnachmittag nur noch ein harter Kern zurückblieb. Als dieser die Zelte abgeräumt, die Sieger geehrt und Biere geleert hatte, ging es dann auch für sie wieder langsam zurück in den Alltag. Ein letztes Mal noch unter dem, mit Maskottchen Wisent «Hank» geschmückten, Torbogen durch und ab nach Hause, wo viel After-Sun-Creme und ein gemütliches Bett auf uns warteten.

Marco Frei