Erstes Turnfest nach der Pandemiepause

Als sich am Freitagmorgen die Turner vor dem Turnerhaus trafen, war klar, dass zwei vergangenen turnfestfreien Jahre die Vorfreude fรผr das Turnfest nur wachsen liessen. Nach der kurzen Velofahrt nach Wiesendangen ging es dann auch sogleich los mit dem Aufwรคrmen. Was wir bereits da korrekt vermuteten: Nach diesem ersten Aufwรคrmen werden wir nie mehr so richtig abkรผhlen kรถnnen. Genau so kam es dann auch, die Temperaturen stiegen, wรคhrenddem wir unsere Leichtathletik-Disziplinen absolvierten. Auch die Gerรคtekombination im Zelt und die Gymnastik auf der Wiese, beides gemeinsam mit Turnerinnen aus dem DTV, waren volle Erfolge. Dies vor allem wenn man bedenkt, dass beide Choreografien hierbei zum ersten Mal an einem Turnfest aufgefรผhrt wurden.

Alles in allem waren viele Turner mit ihrer individuellen Leistung zufrieden, als Verein (in der 2. Stรคrkeklasse) kamen wir aber nicht an die angepeilten 25 Punkte heran. Das Wetter hingegen aber kam gut รผber die 25 Punkte in der Disziplin Temperatur: Es war tagsรผber bis zu 30ยฐ-35ยฐ Celsius heiss. Den dadurch verlorenen Schweiss ersetzten wir Turner wie gewohnt mit gut gesalzenen Pommes und Schnitzelbroten, sowie mit viel Wasser aus den Brunnen, die extra fรผr das Turnfest aufgestellt wurden. Weiter boten auch ein Wasserzerstรคuber unter dem Eingangs-Torbogen, sowie ein improvisierter Pool aus Heuballen fรผr Abkรผhlung. Eine Delegation Seuzemer gab sich mit diesem menschengemachten Pool nicht zufrieden und suchte in der nahen Wildnis Abkรผhlung.

Nach dem Turnen haben wir, neben dem kรผhlen Nass, auch das Fest genossen. Dank den hohen Temperaturen war es kein Problem, bis tief in die Nacht draussen der Band zuzuhรถren und zwischendurch auch Musik zu geniessen. Fรผr individuelle Abwechslung sorgten wie immer auch spannende Gesprรคche mit Turnern aus anderen Vereinen sowie kreative Einfรคlle mit Filzstift oder TV-Seuzi-Klebern.
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Wรคhrend dem Wochenende verliessen uns leider einige Turner, teils hatten sie mit der Hitze oder mit anderen Terminen zu kรคmpfen, was zur Folge hatte, dass am Sonntagnachmittag nur noch ein harter Kern zurรผckblieb. Als dieser die Zelte abgerรคumt, die Sieger geehrt und Biere geleert hatte, ging es dann auch fรผr sie wieder langsam zurรผck in den Alltag. Ein letztes Mal noch unter dem, mit Maskottchen Wisent ยซHankยป geschmรผckten, Torbogen durch und ab nach Hause, wo viel After-Sun-Creme und ein gemรผtliches Bett auf uns warteten.
Marco Frei